Dem Pott seine Perlen sind wunderschön. Da gibt es den Kemnader See – hübsches Fleckchen Erde, das VeganWonderland in Dortmund – Leckereien ohne Leid oder das Blondies im Herzen Bochums. Und während die uns bekannten Großstädte mit Masse punkten wollen und dort ein neuer Laden nach dem anderen aus dem Boden schießt – legt der Pott tatsächlich Wert auf’s Aussehen. Getreu dem Motto „Das Auge isst mit!“ bahnt sich etwas Neues seinen Weg durch den Großstadtdschungel. Etwas unbekanntes, eine neue Idee, die schon jetzt hält, was sie verspricht. Im Altagsgrau hängen plötzlich Luftballons. Und wenn du durch die Tür trittst, fühlt es sich an wie „nach Hause kommen“.

Svea und ich waren auf dem „vegan to go“-Trip und unser Weg hat uns nach Essen geführt, genauer gesagt in ein Kosmetikstudio in der Kasteienstraße. Neueröffnung steht auf dem Plan: das „Vegan Rocks Beauty“ ist Deutschlands erstes komplett veganes „KosmEthik Studio“ und heute öffnet die Beautyfee Moni uns die Tür!

Seit wann lebst du vegan? Warst du vorher Vegetarier?
„Das sind nun… 2 Jahre. „Richtiger“ Vegetarier war ich nie, ich wurde vegan von Null auf Hundert sozusagen.“

Und wie ist es dazu gekommen, was war der Auslöser?
„Also eigentlich war ich immer „on-off-Vegetarier“. Ich habe Fleisch gegessen, aber mit schlechtem Gewissen. Man macht es eben einfach, weil es so vorgelebt wird. Irgendwann bin ich dann auf „Tiere Essen“ von Jonathan Safran Foer aufmerksam geworden und habe mir das Hörbuch angehört. Das war ein richtiger „Hallo-Wach“-Ruf und der Veganismus war sozusagen die logische Konsequenz.“

Das kann ich gut nachvollziehen. Aber es geht ja nicht jedem so… Wie hat dein Umfeld reagiert?
„Mein Mann hat mich für verrückt erklärt! Ich war da aber recht offen, habe ihn machen lassen, was er wollte. Nur den Kühlschrank wollte ich ein bisschen unterteilen und dass er zumindest Biofleisch isst. Das leckere Essen aus den neuen Kochbüchern, das sogar dem Sebastian geschmeckt hat, war dann wohl der Auslöser. Es verging genau eine Woche, bis er mich nach dem besagten Hörbuch fragte, das ich gehört hatte. Ganz von sich aus wollte er es auch hören und ja… mittlerweile lebt auch er vegan!“

Klingt nach einer schönen Geschichte! Und wie wurde aus dem veganen Leben dann das „Vegan Rocks Beauty“?
„Soetwas wie das „Vegan Rocks Beauty“ gibt es in Deutschland nicht. Und genau das war auch der Grund, wieso ich mich dazu entschlossen habe, den Weg über die Ausbildung zur Kosmetikerin und zum Make-up Artist bis hin zur Selbstständigkeit zu gehen. Der Schwerpunkt liegt momentan auf der pflegenden Kosmetik. Wir bieten verschiedene Behandlungen an, die speziell auf das jeweilige Hautbild der Kunden abgestimmt werden und benutzen nur natürliche Produkte ohne Konservierungsstoffe. Zusätzlich stellen wir unsere Kräuteröle, Masken und Hydrolathe selbst her. Und natürlich alles vegan!“

Gibt es schon Zukunftspläne?
„Einige! Ende des Jahres werden meine Mitarbeiter eine Ausbildung zum Make-up Artist machen, um auch in diesem Bereich perfekt geschult zu sein. Ein weiterer Schritt in diese Richtung wäre das Permanent-Make-up. Da müssen wir allerdings erstmal schauen, ob das vegan realisierbar ist. Die Farben sind nämlich oftmals nicht vegan. Dann gibt es einige große Marken, mit denen wir gern kooperieren würden, z.B. OCC [Obsessive Compulsive Cosmetics]. Oder Crazy Rumors, kennt ihr die? Das ist Wahnsinn, die machen so vegane Labellos mit abgefahrenem Geschmack… French Vanilla und sowas! Naja, jedenfalls möchten wir gern noch unser Sortiment verändern, eigene Produkte produzieren, die zu 100% alle unsere Anforderungen erfüllen! Und dann eine weiter Filiale aufmachen und uns vergrößern!“

Klingt nach tollen Plänen, wir sind gespannt. Du, wie ist das eigentlich mit dem Frisörsalon, in den das „Vegan Rocks Beauty“ integriert ist…?
„Die Beautex Hairlounge ist nicht vollständig vegan. Aber ich hatte schon einen ganz guten Einfluss. Denn momentan sitzen wir zusammen und entwickeln ein veganes Angebot. Das wird super, ich ruinier nämlich immer die Frisur bei der Behandlung und dann kann ich meine Kunden danach rüber schicken und sagen ‚Hier Peggy, bring mal alles wieder in Ordnung!’…“

Wow, das wäre natürlich eine super Sache! Kannst du uns jetzt noch dein Lieblingsprodukt verraten?
„Hmm… da gibt es keins! Ich hab nur eine echt wirksame Methode, die am meisten bringt: Jeden Abend das Gesicht abreinigen. Am besten mit einem Schaum oder einer Reinigungsmilch, die auf den Hauttyp abgestimmt ist. Auf das Gesicht auftragen und dann braucht ihr nur noch Oma’s alten Baumwollwaschlappen und warmes Wasser. Das reinigt und peelt die Haut am aller besten! Aber jeden Tag den Lappen waschen, sonst dürft ihr euch nicht wundern, wenn der kleine Pickel vom Kinn plötzlich an der Nase wieder auftaucht!“

Super! Die einfachsten Dinge sind oft die effektivsten! Wir wollen dich auch gar nicht weiter von deinen Gästen fernhalten. Nur noch ein kurzes Statement zum Schluss…
„Vegan rocks!“ – das schreit Veronica, die Mitarbeiterin von Moni von der Seite und Moni muss lachen. „Ja, das sag ich auch!“, lacht sie und widmet sich dann wieder ihren Gästen und dem leckeren Buffett!

Wir widmen uns auch wieder dem Buffett, das Holger Mauermann gezaubert hat. Er übertrifft sich selbst mit leckerem Tomate Tofurella, gegrillten BBQ-Steaks mit Kräuterbutter und Baguette, Gyros mit selbstgemachtem Krautsalat, Tzaziki und Fladenbrot, Waffeln mit Sahne und Saucen, Tiramisu und Kuchen. Was ein toller Zufall, dass ausgerechnet er, dessen Blog ich schon eine ganze Zeit lese, uns heute bekocht!

Zum Schluss habe ich noch schnell einen Termin vereinbart. Moni’s Kosmetikkünste darf ich mir nicht entgehen lassen. Ich bin schon gespannt auf unser Wiedersehen und werde davon natürlich berichten!

Mehr Informationen findet ihr hier:
Vegan Rocks Beauty
Vegan Rocks Beauty bei Facebook
Beautex Hairlounge bei Facebook
Holger Mauermann – Der Maulwurfshügel

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